50/50 IST MÖGLICH

Frauen_Flyer_Header

Laut dem diesjährigen Global Gender Gab Report soll die weltweite wirtschaftliche Gleichstellung von Mann und Frau erst in rund 200 Jahren erreicht werden [1]. Insbesondere in der Informatik sind Frauen in Deutschland nach wie vor stark unterrepräsentiert: Weniger als 20% der Informatik-Absolvent/-innen sind weiblich und nur 12% der IT-Professuren sind mit Frauen besetzt [2]. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Hinzu tritt das Fortwirken traditioneller Rollenverteilungen. Dass dies nicht so sein muss, zeigt der internationale Vergleich. So erreichte Irland jüngst eine IT-Frauenquote von 44% [3].

50/50 ist also auch bei uns in der Informatik möglich. Frauen werden besonders von anspruchsvollen, komplexen IT-Themen aus interdisziplinären Bereichen angesprochen. Um sie langfristig in der sich rasant entwickelnden Berufswelt zu halten, sind gleichberechtigte, familienkompatible Arbeitsbedingungen nötig.

Das zeigt auch unser Pilotprojekt in Leipzig. In unserer Gruppe Biomedical Data and System Science am interdisziplinären Kompetenzzentrum Biomedical Data Science arbeiten genauso viele Frauen wie Männer. Gemeinsam forschen sie zu hochaktuellen Themen der biomedizinischen Datenanalyse und mobilen Sensorik im Bereich eHealth, mHealth und Digitalisierung in der Medizin.

50/50 bedeutet für uns gleiche Rechte und Pflichten in allen Bereichen, also gleiche Einstellungsbedingungen, gleiche Bezahlung,  gleiche Arbeitskonditionen und die Möglichkeit, in gleichem Maße an der Kinderbetreuung zu partizipieren. Dementsprechend unterstützt unser Institut alle Mitarbeiter/-innen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie – etwa mit flexiblen Arbeitszeiten, der Zusicherung eines Kita-Platzes oder der Übernahme von Betreuungskosten. Ein besonderes Augenmerk legt unsere Gruppe außerdem auf den reibungslosen beruflichen Wiedereinstieg nach der Elternzeit. Insbesondere unsere Wissenschaftlerinnen sollen nahtlos an ihre Forschungskarriere anknüpfen, und auch während ihrer Elternzeit an unseren Fortschritten teilhaben können.

Wir wollen unsere Informatikerinnen langfristig fördern. Drittmittel- und Projektarbeit führt jedoch zu befristeten Verträgen, knapper Ausstattung und begrenzter Infrastruktur. Hier würden wir uns über Ihre Hilfe freuen.

Mit Ihrer finanziellen Unterstützung ist es möglich, die gesellschaftlichen Hürden, die insbesondere nach der Familiengründung entstehen, zu überwinden, um eine wirklich gleichberechtigte Situation für Männer und Frauen zu schaffen.

Unser Ziel ist es attraktive Bedingungen für eine langfristige Karriere in der Wissenschaft zu schaffen. Dies erreichen wir konkret durch verlängerte Vertragslaufzeiten, studentisches Personal zur Unterstützung, eine flexible Infrastruktur, die Möglichkeit an wissenschaftlichen Events mit Kind teilzunehmen sowie den Ausbau unseres Pilotprojekts.

Mit Ihrer Förderung erzielen Sie einen dreifachen Effekt: Zum einen fördern Sie langfristig die Karrieren leistungsstarker Informatikerinnen und verhindern ihren Ausstieg aus der Forschung. Zum anderen entstehen in unserem Pilotprojekt Vorbilder, die ihrerseits den wissenschaftlichen Nachwuchs inspirieren können. Nicht zuletzt profitiert auch unsere Forschung enorm von der Diversität der Gruppe. Gerade bei interdisziplinären IT-Projekten im Bereich der Humanwissenschaften sind unterschiedliche Sichtweisen, verschiedene Erfahrungswelten und kulturelle Vielfalt extrem wichtig und bereichernd.

Wir freuen uns auf Ihre Spende! Bei Rückfragen insbesondere zu unserem offiziellen Spendenkonto stehen wir Ihnen telefonisch unter 0341/22903794 oder per E-Mail unter 5050-ist-moeglich@infai.org zur Verfügung.

Gerne stellen wir Ihnen eine Spendenquittung aus und erwähnen Sie als offizielle/-n Sponsor/-in auf unserer Homepage.

Quellen: [1] Global Gender Gab Report 2018; [2] Statistisches Bundesamt 2017; [3] EuroStat 2017.